Tipps zum Nachmachen

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Wie baut man ein Insektenhotel? 


Gregor und Ulrike Rohlmann  haben uns ihre Tipps und Bilder zur dekorativen Gestaltung von Insektenhotels netterweise zur Verfügung gestellt.

Nachmachen ist ausdrücklich erwünscht! 

TIPP 1: Bohren von Löchern in Holz
Geeignet ist ausschließlich Hartholz wie z.B. Esche, Buche, Eiche und Holz von Obstbäumen.
Nie ins Stirnholz bohren, immer im rechten Winkel zur Holzfaser, also ins Längsholz.
Bilder mit Bleistift vorzeichnen und
dann mit verschieden großen
Bohrern die Linien nachbohren.


Hochwertige Bohrer verwenden, schwerpunktmäßig 2–6 mm Durchmesser, maximal 9 mm (am besten doppelter Satz, Bohrer werden sehr heiß!).
Bohrlöcher mit Frässtiften sauber nacharbeiten, damit die Flügel der Wildbienen nicht durch Ausfransungen beschädigt werden.

Gänge mit speziellen Bürstchen reinigen
(Reinigungsbürstenset unter
https://wildbienenschreiner.de/shop.html)
(kleines Bild)


Zum Schutz vor Vögeln Draht mit Abstand vorbauen.



TIPP 2: Verwenden von Pflanzenstängeln

Markhaltige Pflanzenstängel nutzen nur wenige
Arten; diese Stängel müssen einzeln vertikal
aufgehängt werden.
Waagerechte, gebündelte Stängel müssen hohl sein, das Ende jeweils verschlossen, das Eingangsloch frei von Ausfransungen, gesplitterten oder faserigen Kanten, um Flügelverletzungen zu vermeiden und um das Innere nicht zu blockieren.

Die Stängel unmittelbar hinter einem Stängelknoten
absägen, am besten mit Laubsägen, bei großer Zahl mit einer elektrischen Dekupiersäge.

Als hohle Stängel eignen sich z.B. Staudenfenchel, alle Deutzienarten, Bambus ohne
Mark (möglichst keine Importware wegen der Insektizidgefahr).

So kann ein liebevoll gestaltetes Insektenhotel aussehen. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt!

Insektentränken

Insekten brauchen Wasser. Und das in erreichbarer Nähe. Allerdings stehen im Sommer in der Stadt oft zu wenige Wasserstellen zur Verfügung. Abhilfe schafft schon z.B. eine kleine  Schale auf der Fensterbank, die immer gefüllt sein sollte. Wichtig ist, an Ausstiegshilfen zu denken. Die meisten Insekten sind sehr schlechte Schwimmer und ertrinken schnell. Eine alte Zinkwanne ist schon eine Luxusausführung, die zudem noch Wasserpflanzen als Lebensraum dienen kann.
Wildbienen benötigen Wasser und Nahrung im Umkreis von einem Kilometer, ansonsten verhungern oder verdursten sie. Entsprechend eng muss deshalb das Netz an "Tankstellen" sein, damit ihnen geholfen ist.

Selbst kleinste Gefäße werden sehr rege angeflogen, wie hier z.B. von dieser Wespe. 
Auch an dieser Tränke wurde an Austtiegshilfen gedacht.